Schütz: Psalm 69

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So sieht das dann auf der Leinwand aus
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Die Noten

werden gebeamt.

Ich leihe mir einen leiseren Beamer und sorge für ein besseres Bild.

 


Bemerkungen zu dem Stück und den einzelnen Strophen:

 

Wir haben hier sehr ungewohnte Aufgaben: Vorwärts singen. Schwere Silben betonen, leichte spannungsvoll zurücknehmen. Meistens ist es erst das dritte oder vierte Wort, was eigentich sinntragend ist, da singt man hin und nimmt nicht gleich das erste Wort so wichtig.

 

Die Musik ist sprachbetont, aber alle Vokale sind trotzdem lang. Das fühlt sich komisch an bei Wörtern wie „Lang“, „bekannt“, bekommt aber erst, wenn es „laaang“ und „bekaaaand“ gesungen wird, eine sängerische Dimension.

 

„W“ und „F“ ist immer zu leise. „wwohl wahr“

 

Am gemeinsten sind die Wörter mit kurzen Vokalen, vor allem, wenn die kurze Silbe mit einem stimmhaften Vokal endet („gestern“, „wandern“, aber auch „sitzen“

 

 

Strophe 1: Zweiter Versuch. Die Ansage „nicht schleppen, immer voran“ wird nicht von allen Chormitgliedern gleichermaßen umgesetzt…

 

Vers 2: Der mir zuspring bitte tupfen. In der Mitte der ersten Zeile darf eine kleine Pause entstehen

 

Vers 4: Die Damen schmieren ab! (Warum habe ich das in der Probe nicht wahrgenommen??). Warten mit „RR“, „bekaaand“ mit langem „aaa“

 

Vers 7: Der Chor war müde, die Strophe ist zusammengeschnitten, man merkt das an den Tonhöhensprüngen.

„Mein am“ statt „meinam“. Achtung im Sopran und Tenor: „sitzen“ ist undankbar: „SYYYY tzen“ (nicht zu kurz und nicht betont auf der 2. Silbe bitte!)

„kann“ ist zu kurz und zu betont.

 Wer bitteschön singt da bei „ein Lied sie von mir“ jedes Mal den falschen Text hinein??

 

Vers 9:

dassich gipsnich.  Schwer! Beim Versuch, „dass“ und „ich“ zu trennen, kommt allzugern ein zu kurzes und lautes DASSSS heraus. TIEFen Gruben darf keine Betonung auf dem „fen“ bekommen. Es ist aber auch gemein von Herrn Schütz.

Ich habe mal anderthalb Durchgänge gelassen, da hört man dann den Unterschied.

 

Vers 10 (solo Tenor)

Die Arnoldsche Tenor-Regel: 

Der Ton kommt immer später, als man denkt, selbst wenn man die Arnoldsche Tenor-Regel berücksichtigt.

(Und glaubt nicht, dass es mir anders geht, wenn ich meine eigene Stimme aufnehme!)

Fangt einfach NOCH früher an und betont die Ton-Anfänge. Anschwellen ist wunderbar für Knospen im Frühling und romantische Kantilenen. Bei Barockmusik darf der Gesang mehr „attack“ haben. Sprachbetont.

 

Deinandlitz muss auseinander.

 

Vers 11

Anxt - gefährliches Wort.

 

V16

Das Ziel ist: „Gott“, nicht „Es“, also singt auf „Gott“ zu und fängt nicht so laut an. Es ist aber auch einfach unpraktisch komponiert an dieser Stelle. Ein langer hoher Akkord zu Beginn - sehr passend für die erste Strophe, aber dann müssen wir uns den Rest des Stückes mit dem langen hohen Akkord herumschlagen. That’s life.

 

V18

 

V19 ACHTUNG: Keine „ALDI“-Werbung. Die zweite Fassung ist deutlich schöner

„fessste“ darf keine kurze Anfangs-Silbe haben.

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